Wir befinden uns am Anfang der heißesten Jahreszeit: der Sommer. Deshalb ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, um über brachycephale Hunde zu sprechen. Brachyce-was? Seien Sie beruhigt, es ist völlig in Ordnung, wenn Sie mit dem Begriff zunächst nichts anfangen können. Was den Begriff Brachycephalie und Hunderassen verbindet und weshalb gerade der Sommer eine besonders gefährliche Jahreszeit für brachycephale Hunde ist, erfahren Sie hier.

Die Schädelklasse bei Hunden

Wir unterscheiden bei Tieren und vor allem Hunden in drei Schädelformen, der Dolichocephalie, der Mesocephalie und der Brachycephalie. Zu den dolichocephalen Hunden zählen Rassen mit einem dünnen und länglichen Kopf. Beispiele hierfür sind Dobermann und Collie. Die Mesocephalen Hunde zeichnen sich durch eine mittlere Breit und Länge des Schädels aus. Sie repräsentieren 75% der Hunderassen, ebenso wie sie den größten Anteil der Eat Small Insect Power Community ausmachen. Dazu zählen folgende Beispiele:

  • Huskys – für welche sich insbesondere unser Trocken- und Nassfutter WALD (aus schwarzen Soldatenfliegenlarven) eignet
  • Labradore – die unsere MINDFULNESS Snacks mit Insekten, Bananen und Chia Samen lieben
  • Australian Shepherds – welche einen extra Kick an Kraft durch unsere ENERGY-Linie mit Beeren und Hermetia illucens erhalten
  • Jack Russels – für welche wir die SPIRIT Snacklinie mit Insekten- und Spirulina-Protein entwickelt haben
  • Deutsche Schäferhunde, die unsere brandneue Insekt-Linie lieben werden. Die ist im übrigen ab August 2021 erhältlich – Bleiben Sie dran!

Brachycephalie

Die Brachycephalie beschreibt dagegen Hunde mit einer kurzen Schnauze und einem breiten Kopf. Gerade für brachycephale Hunde entwickelten wir die URBAN Trockenfutter Linie für erwachsene Hunde. Dieses basiert hauptsächlich auf Mehlwürmern. Dazu zählen vor allem folgende Rassen:

  • Boxer
  • Shih Tzu
  • Pekinesen
  • alle Bulldoggen, einschließlich der Französischen Bulldogge

5 Probleme, die bei brachyzephalen Hunden auftreten

Natürlich haben alle Rassen ihre Vor- und Nachteile. Es gibt jedoch in jeder Gruppe bestimmte Merkmale, die Ihnen als Hundebesitzer sorgen bereiten. Deshalb ist es wichtig, dass Sie die besonderen genetischen Merkmale Ihre Hundes kennen, um ihm so im Alltag helfen zu können. Die folgenden fünf Probleme treten häufig bei brachycephalen Hunden auf.

1. Verstopfte und verkürzte Atemwege

Die größte Gefahr für brachycephale Hunde im Sommer lauert in ihren Atemwegen. Durch die gequetschte Schnauze besitzen brachycephale Hunde kaum bis gar nicht geöffnete Nasenlöchern. Dazu kommt, dass der Kehlkopf und die Luftröhre durch einen langen Gaumen und eine dicke Zunge teilweise blockiert werden. Deshalb hören Sie brachycephale Hunde oft laut atmen, da sie sich besonders anstrengen müssen, um genügend Luft ein- und auszuatmen. Gerade bei viel Bewegung verstärkt sich dieses Problem und kann bei sehr hohen Temperaturen durch aus lebensbedrohlich werden. Im Gegensatz zu Hunden mit einer längeren Schnauze können brachycephale Hunde die Wärme nicht richtig durch das klassische Hecheln ableiten. Dadurch erleiden Sie bei hohen Temperaturen schnell einen Hitzeschlag und kollabieren aufgrund von Sauerstoffmangel.

Versuchen Sie deshalb die Aktivität Ihres Hundes an heißen Tagen einzuschränken und sie im Schatten zu halten. Hat Ihr brachycephaler Hund regelmäßig Probleme Atemprobleme, sprechen Sie mit Ihrem Veterinärarzt über einen möglichen operativen Eingriff. Das operative Öffnen der Nasenlöcher oder Verkürzen des Gaumens kann hier Abhilfe schaffen.

2. Ein verdrehtes Skelett

Skelettverformungen treten bei brachycephalen Hunden häufig auf, bei bestimmten Rassen stärker als bei anderen. So sind Cavalier King Charles Spaniels und Affenpinscher besonders häufig von Wirbelsäulenproblemen betroffen, während Bulldoggen regelmäßig an Skoliose (Neigung zu Bandscheibenvorfällen) leiden. Die verdrehten Beine der Englischen Bulldoggen sind fast schon ihr Markenzeichen, führen jedoch regelmäßig zu Gelenkproblemen.

3. Zahnprobleme

brachycephale Hunde zeichnen sich außerdem durch kleine Mäuler aus. Das führt häufig zu sich überlappenden Zähnen oder auch zu Milchzähnen, die schlichtweg nicht ausfallen. Nicht zuletzt deshalb neigen brachycephale Hunde zu Zahnsteinbildung, welche wiederum zu Gingivitis (Zahnfleischentzündung) und anderen Problemen führt. Durch die Zahnfehlstellungen und fällt es vielen brachycephalen Hunden schwer, ihr Futter ordentlich zu kauen. Ein weiches Futter wie das WALD Nassfutter für Feinschmecker von Eat Small mit Insekten und Süßkartoffeln kann ihnen deshalb helfen. Jährliche zahnärztliche Untersuchungen und Zahnreinigungen bei Bedarf sind für die Erhaltung einer guten Mundgesundheit dennoch unerlässlich.

4. Nahrungsmittelallergien und Verdauungsprobleme

Brachycephale Hunde neigen auch häufiger zu Verdauungsproblemen als andere Rassen. Dazu zählen Störungen des Verdauungssystems wie Aufstoßen, Erbrechen und Entzündungen der Speiseröhre. Einige brachycephale Hunderassen sind außerdem anfälliger für Nahrungsmittelallergien. Dies ist gerade bei französischen Bulldoggen der Fall. Hundefutter und Snacks auf Insektenbasis sind eine ideale Lösung für Ihren kleinen Racker, da Fleischprotein die Hauptursache für Nahrungsmittelallergien ist. Insekten sind genauso nahrhaft wie Fleisch, gleichzeitig aber hypoallergen. Das bedeutet, dass besagte Nahrungsmittelallergien hier ausbleiben.

5. Augenprobleme

Die abgeflachte Schnauze dieser Rassen drückt oft auch die Tränenkanäle zusammen, sodass brachycephale Hunde ständig zu weinen scheinen. Außerdem entwickeln sie häufiger Hautreizungen unter den Augen. Das häufigste Problem hier sind Hornhautgeschwüre. Diese entstehen, wenn die Haare auf der Schnauze zu nahe an den Augen liegen und ständig daran reiben. Achten Sie deshalb gut auf die Augen Ihres brachycephalen Hundes. Tränen sie sehr stark, könnte dies an den Schmerzen eines Hornhautgeschwür liegen.

Fazit: Achten Sie auf die Bedürfnisse Ihres Hundes

  • brachycephale Hunde zeichnen sich durch eine sehr kurze und breite Schädel- und Schnauzen-Form aus
  • Sie neigen deshalb häufiger zu Atem-, Skelett, Zahn-, Verdauungs- und Augenproblemen
  • eine jährliche körperliche Untersuchung ist deshalb unerlässlich
  • Zögern Sie nicht einen Tierarzt aufzusuchen, wenn Sie glauben Ihr Vierbeiner sei von einem der beschriebenen Probleme betroffen!
  • Eat Small bietet verschiedene Produkte für den Bedarf Ihres Hundes

Véronique Glorieux ist eine kanadische Tierärztin, die mehr als 10 Jahre medizinische Arbeit und Erfahrung mit Hunden und Katzen gesammelt hat und nun in Berlin lebt. Da Tierwohl und Umwelt zwei Themen sind, die sie sehr bewegen, hat sie Eat Small – Insect Power mitgegründet. Sie nutzt die gesammelten Erfahrung aus ihrer Praxis, um mit gesundem und nachhaltigem Haustierfutter aus Insektenprotein sowohl die Gesundheit von Haustieren als auch des Planeten zu unterstützen.

Weitere spannende Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.