Wusstest du, dass ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel verloren geht oder verschwendet wird? Dass 45 % dieser nicht genutzten Nahrung aus Wurzeln, Obst und Gemüse besteht? Dass 8 % der Treibhausgase von nicht gegessenen Lebensmitteln stammen? Diese Zahlen sind nur die Spitze des Eisbergs einer Realität – die Lebensmittelverschwendung -, die wir alle kennen, auf die zu reagieren aber schwierig scheint.

Der 29. September wurde zum Internationalen Tag des Bewusstseins für Lebensmittelverluste und -verschwendung ernannt, während der 28. April als “Stop Food Waste Day” bezeichnet wird. Um diesen Tag zu zelebrieren, lädt dich Eat Small ein, mehr darüber zu erfahren, wie du, durch das Füttern deines Hundes mit Insektenprotein, deinen Teil zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung beitragen kannst

 

Lebensmittelverluste und -verschwendung vom Bauernhof bis auf den Tisch

Lebensmittelabfälle können in verschiedenen Stadien von der Produktion bis zum Verzehr (oder Nichtverzehr) von Lebensmitteln entstehen. Verluste während der Produktion können auf unzureichende Wetterverhältnisse (die mit dem Klimawandel immer häufiger auftreten) oder die Zerstörung der Ernten durch Schädlinge oder Krankheiten zurückzuführen sein. Nach der Ernte kann es zu einer unsachgemäßen Lagerung der Lebensmittel oder zu Schäden während des Transports und der Handhabung kommen. Darüber hinaus entstehen auch bei der industriellen oder häuslichen Verarbeitung von Lebensmitteln Verluste. Das letzte Glied in der Kette befindet sich auf der Ebene des Verbrauchs, einschließlich der Verluste und Abfälle zu Hause oder in Restaurants. Es wurde festgestellt, dass die jährlichen Kosten für verschwendete Nahrung bei einer durchschnittlichen amerikanischen Familie 1.866 US-Dollar betragen. In der Europäischen Union stammen 50 % der Nahrungsmittel-Abfälle vom Endverbraucher.

In einem Kontext, in dem die Ressourcen des Planeten zur Neige gehen und die Bevölkerung wächst – 10 Milliarden Menschen in 29 Jahren – ist es unerlässlich, die Nahrungsmittelressourcen besser zu verwalten.

 

Strategien für das Management von Nahrungsmittelverschwendung

Um Lebensmittelverluste und -abfälle zu reduzieren, können wir nach der 3-R-Strategie handeln: Reduce, Reuse und Recycle. Die Reduzierung von Verlusten kann z. B. durch eine bessere Planung von Produktion und Einkauf erreicht werden. Was aber, wenn immer noch ein Überschuss an ungenutzten Lebensmitteln vorhanden ist? Hier kommen Lösungen zur Wiederverwendung und zum Recycling ins Spiel. Insekten werden als einer der vielversprechendsten Akteure identifiziert, die sich an diesen Lösungen beteiligen können.

 

Insekten: ein zentrales Element, um Lebensmittelverlusten entgegenzuwirken

Die auf Insekten basierende Biokonversion ist zwar relativ neu, hat sich aber in mehreren Studien als nachhaltige Lösung zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen erwiesen. Bestimmte Insekten können tonnenweise Lebensmittelabfälle effizient in wertvolle Produkte umwandeln: menschliche Nahrung, Düngemittel, sekundäre industrielle Verbindungen sowie sehr hochwertige Proteine für unsere Haustiere oder z.B. Zuchtfische.

Aber Achtung, es handelt sich nicht um irgendeinen Lebensmittelabfall. Insekten können nur mit Substraten produziert werden, die als Rohstoffe für Nutztierfutter zugelassen sind. Daher ist es verboten, bestimmte Materialien wie Vieh- oder Speiseabfälle zu verwenden, die tierische Nebenprodukte oder verarbeitete tierische Proteine enthalten. Die Gesetze sind sehr streng.

Insekten wie die Schwarze Soldatenfliege und der Mehlwurm (die beiden Arten, die Eat Small für ihr auf Insektenprotein basierendes Hundefutter und ihre Leckerlis verwendet) sind sehr effektiv. Sie bieten viel höhere Futterverwertungsraten und benötigen viel weniger Futter, Frischwasser und Land als jedes traditionelle Zuchtsystem. Darüber hinaus stoßen sie weniger Treibhausgase aus als jede andere Art der Tierhaltung.

 

Die Bedeutung von Insekten in der Circular Economy

Die derzeitigen Systeme und Gewohnheiten zur Produktion und zum Konsum von Nahrungsmitteln sind nicht nachhaltig. Das Konzept der Circular Economy basiert auf der Verbesserung und Optimierung der Nachhaltigkeit von Lebensmittelsystemen für eine bessere Zukunft.

Insekten passen perfekt in diese Perspektive. So würde ein ideales Modell funktionieren:

1. Abfälle aus der Lebensmittelproduktion, der Verarbeitung und dem Konsum werden für die Insektenzucht verwendet.

2. Gezüchtete Insekten gelangen in die Nahrungskette als Nährstoffquelle für andere Tierarten (unsere Haustiere, Zuchtfische oder Zuchthühner) und für den Menschen (unverarbeitet oder verarbeitet).

3. Rückstände aus der Insektenzucht und -verarbeitung werden als natürlicher Dünger für die landwirtschaftliche Pflanzenproduktion verwendet.

4. Das Öl aus den Insekten wird als Biodiesel verwendet.

Im Allgemeinen arbeiten nicht alle aktuellen Insektenfarmen auf diese optimale Weise. Die Insektenfütterung basiert oft nicht zu 100 % auf der Wiederverwendung und dem Recycling von Futtermitteln, sondern integriert Körner wie in der Geflügelhaltung z.B. Es gibt Raum für Verbesserungen bei den Farmtechniken, um den Ertrag der Biokonversion zu optimieren. Und auch die Gesetze müssen sich weiterentwickeln, um die – sichere – Integration von Lebensmittelabfällen in den Kreislauf der Wirtschaft zu fördern. Innerhalb der nächsten 5 Jahre werden große Schritte nach vorne gemacht.

Du und dein Hund können jetzt damit beginnen, zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen beizutragen

Indem du deinem Hund ein hochwertiges Futter auf Insektenbasis anbietest, beteiligst du dich direkt an der Stärkung der Verbindungen der Circular Economy mit den Insekten. Einerseits trägst du zur Gesundheit deines Hundes bei, indem du ihm komplette Proteine anbietest, die aus allen essentiellen Aminosäuren bestehen. Andererseits trägst du zur Gesundheit des Planeten bei, indem du Proteine, Vitamine und Mineralien verwendest, die aus einer ethischen und sauberen Tierzucht stammen. Eine Zucht, die nur wenige natürliche Ressourcen verbraucht und dazu beiträgt, Nahrungsmittelverluste und -verschwendung zu reduzieren.

Und mit Eat Small machst du deinen Hund bei jeder Mahlzeit glücklich, denn über 90 % der Hunde lieben unser Trocken- und Nassfutter, das aus Insekten und schmackhaften Zutaten besteht.

Mit Eat Small schließt sich der Kreis!

 

Véronique Glorieux ist eine kanadische Tierärztin, die mehr als 10 Jahre medizinische Arbeit und Erfahrung mit Hunden und Katzen gesammelt hat und nun in Berlin lebt. Da Tierwohl und Umwelt zwei Themen sind, die sie sehr bewegen, hat sie Eat Small – Insect Power mitgegründet. Sie nutzt die gesammelten Erfahrung aus ihrer Praxis, um mit gesundem und nachhaltigem Haustierfutter aus Insektenprotein sowohl die Gesundheit von Haustieren als auch des Planeten zu unterstützen.

Quelle: Food waste valorisation and circular economy concepts in insect production and processing (October 2020)

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